Gartentipp Juni

Lieber selten, dafür lange Wässern

So kommt Ihr Garten durch den Sommer

Heiße Wochen und fast gar kein Niederschlag ziehen zur Folge, dass zur Zeit im Garten das Wässern absolute Pflicht ist. Aber jeder sollte wissen; mit einer Gießkanne Wasser ist dieses nicht erledigt.

Die Gießkanne ist auch trotz der Zeiten von vollautomatischer und gar einer per Smartphone gesteuerten Bewässerung unverzichtbar.

 

Die oberste Regel beim Wässern lautet:

lieber selten, aber dafür lange wässern!

 

Wässern Sie ihren Rasen, Rosen und Rabatten ausreichend, damit das Wasser tief in den Boden eindringt und auch die Pflanzenwurzeln erreicht - bei Bedarf ruhig 2 Gießdurchgänge. Wenn Sie nur oberflächlich wässern, ist das Wasser bald verdunstet und die Pflanzen gehen leer aus. Der Boden sollte bei jedem Wässern mindestens 10/15 cm tief durchfeuchtet werden. Nur wenn dieses Beachtet wird, bilden Ihre Pflanzen und auch der Rasen die Wurzeln tiefer und vertragen dann auch besser eine Trockenheitsperiode.

 

Schluckspecht oder Genießer?

Das kann man schon an den Blättern erkennen:

Pflanzen mit großem, weichem Laub wie Hortensien, Funkien und Kopfsalat verdunsten besonders viel Wasser.

Oleander, Rosmarin und Thymian sind von Natur aus Hitze und Trockenheit gewohnt und besitzen harte, ledrige Blätter. Wenig Wasser brauchen auch Pflanzen mit fleischig verdickten Blättern, in denen sie das Wasser speichern können, zum Beispiel Fetthenne und Geranie.

Obstbäume müssen bei Trockenheit auch regelmäßig gewässert werden, sonst bleiben die Früchte klein oder fallen vorzeitig ab. Apfelbäume beispielsweise brauchen in Trockenzeiten wöchentlich etwa 40 Liter Wasser.

Zusätzlich sollten Sie die Baumscheibe, also den unmittelbaren Wurzelbereich, mit einer Mulchschichtabdeckung vor Verdunstung schützen. Auch auflockern des Bodens, verhindert eine zu schnelle Verdunstung und fördert die Wasseraufnahme beim Gießen und vom Regen.

 

Wann soll man wässern?

Weit verbreitet ist die Auffassung am Abend zu wässern. Unser Tipp lautet aber: Wässern Sie früh morgens! Bis zur Mittagshitze ist das Wasser im Boden versickert und die Pflanzen können es aufnehmen. Gegen abendliches Wässern spricht, dass der Boden lange feucht bleibt und damit Schnecken anzieht. Auch Pilzerkrankungen wie der Falsche Mehltau können leichter übergreifen.

Für die Zukunft merken:  lieber selten, aber dafür lange wässern.

 

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